Branchenlösung · Dach & Fassade

Versicherung für Dachdeckerbetriebe.

Sie arbeiten an der Stelle, die das Gebäude trocken hält — und über den Köpfen anderer. Ein unvollständig abgedecktes Dach vor dem Gewitter, ein herabfallender Ziegel, ein Sturz vom Gerüst: Ihr Gewerk vereint hohe Sachschäden mit hohem Personenrisiko.

Dachdecker – abgesichert
Sie wissen, was Sie brauchen

Nachweis, Angebot oder konkrete Frage

Schildern Sie kurz Ihren Betrieb und worum es geht. Wenn es schneller gehen soll, rufen Sie an — dann klären wir es im Gespräch.

Sie wollen es erst verstehen

Was wirklich drinsteht — und was nicht

Weiter unten steht, woran die Deckung im Schadenfall am häufigsten scheitert, welche Pflichten Sie treffen und worauf es im Vertrag ankommt.

Wenn es ernst wird

Typische Schadenfälle

Regen ins offene Dach

Die Baustelle ist über Nacht nicht ausreichend gesichert, ein Gewitter durchnässt Dachstuhl und Wohnung darunter. Der häufigste Großschaden im Gewerk.

Herabfallendes Material

Ziegel oder Werkzeug treffen Personen, Fahrzeuge oder das Nachbargrundstück.

Sturz vom Gerüst

Der Arbeitsunfall trifft die Berufsgenossenschaft — der Regress gegen den Betrieb kommt aber, wenn Sicherungspflichten verletzt wurden.

Vereinfachte Beispiele zur Veranschaulichung. Der konkrete Versicherungsschutz und die Leistungen richten sich nach Tarif, Ausschlüssen, Obliegenheiten und der vereinbarten Deckung — das prüfen wir im Einzelfall für Sie.

Was ist versichert?

Für wen ist sie sinnvoll?

Für Dachdecker-, Zimmerer- und Fassadenbetriebe, Flachdach- und Abdichtungsspezialisten sowie Betriebe mit Solarmontage auf dem Dach.

Was kostet sie?

Die Prämie bemisst sich nach Lohnsumme und Gewerkeanteil. Flachdach mit Bitumenarbeiten wird wegen der Brandlast anders bewertet als Steildach. Entscheidend ist die Klausel für Niederschlagsschäden — ohne sie fehlt die Deckung für Ihren wahrscheinlichsten Großschaden.

Warum über einen Makler?

Wir vergleichen den Markt unabhängig, prüfen die Bedingungen im Detail und stehen Ihnen im Schadenfall zur Seite. Die Beratung ist für Sie unverbindlich; vergütet werden wir über die Versicherer. Erst nehmen wir Ihr Risiko auf — dann empfehlen wir.

Woran es scheitert

Woran es im Dachdeckerhandwerk im Schadenfall hängt

Nässeschäden während der Bauzeit

Der typische Großschaden entsteht nicht durch einen Fehler an der Eindeckung, sondern durch Wasser, das über eine offene Baustelle eindringt. Ob Ihre Police das deckt, hängt an zwei Dingen: dem ausdrücklichen Einschluss von Nässe- und Sturmschäden während der Bauphase und den Sicherungsobliegenheiten — also der Frage, ob die Notabdeckung fachgerecht und wetterlagengerecht ausgeführt war. Bei angekündigtem Unwetter reicht die übliche Abplanung regelmäßig nicht.

Feuergefährliche Arbeiten

Flämmen, Löten und Trennschleifen sind an Auflagen gebunden: Brandwache nach Arbeitsende, Löschmittel vor Ort, Freihalten brennbarer Stoffe im Arbeitsbereich. Werden sie nicht eingehalten, kürzt der Versicherer wegen grober Fahrlässigkeit. Weil ein Dachstuhlbrand fast immer den ganzen Gebäudeschaden nach sich zieht, ist das die teuerste Obliegenheit im gesamten Handwerk.

Bauleistung ist nicht Haftpflicht

Die Haftpflicht deckt Schäden, die Sie anderen zufügen. Schäden am eigenen, noch nicht abgenommenen Gewerk — etwa wenn ein Sturm die halb fertige Eindeckung abträgt — deckt sie nicht. Dafür ist die Bauleistungsversicherung da. Wer beides verwechselt, steht nach dem ersten Unwetter ohne Deckung da, obwohl er sich versichert glaubte.

Unsicher, ob das auf Ihren Betrieb zutrifft?Wir sehen uns Ihre bestehende Police an und sagen Ihnen, welche dieser Punkte darin geregelt sind — auch wenn daraus kein Wechsel folgt.

Pflichten

Was ein Dachdeckerbetrieb über die Haftpflicht hinaus braucht

Im Dachdeckerhandwerk kommen drei Risiken zusammen, die kein anderes Gewerk in dieser Kombination hat: Arbeiten in der Höhe, Verantwortung für den Wetterschutz und feuergefährliche Arbeiten. Entsprechend sieht die Absicherung aus:

  • Bauleistungsversicherung für Schäden am eigenen, noch nicht abgenommenen Gewerk. Bei größeren Sanierungen verlangt der Auftraggeber sie ohnehin; bei kleineren ist sie objektbezogen abschließbar.
  • Betriebliche Unfallversicherung. Bei einem Gewerk mit überdurchschnittlichem Unfallrisiko ist das der Baustein mit dem besten Verhältnis von Beitrag zu spürbarem Nutzen — und er gilt rund um die Uhr, also auch in der Freizeit, wo die Mehrzahl der Unfälle passiert.
  • Inhalt und Gerüst. Eigenes Gerüstmaterial, Hebetechnik und Werkzeug sind erhebliche Werte, die selten vollständig erfasst sind. Zu klären ist zusätzlich, ob Material auf wechselnden Baustellen mitversichert ist.
  • Berufsunfähigkeit für den Inhaber. Kein Gewerk ist stärker davon abhängig, dass der Betrieb selbst noch aufs Dach kann.

Wir nehmen zuerst Ihre Auftragsstruktur auf — Neubau oder Sanierung, Flach- oder Steildach, eigene Gerüste oder zugekauft — und leiten daraus ab, welche dieser Bausteine bei Ihnen tatsächlich tragen.

Geld und Steuern

Ein Wort zur Beitragshöhe

Dachdeckerbetriebe zahlen in der Haftpflicht mehr als die meisten anderen Gewerke. Das liegt nicht an der Schadenhäufigkeit, sondern an der Höhe des einzelnen Falls: Brand und Wassereintritt betreffen fast immer das ganze Gebäude. Wer beim Beitrag spart, spart praktisch immer an der Deckungssumme oder an einem der Einschlüsse — und damit an genau der Stelle, an der es später entscheidet.

Wann das Thema aufkommt

Anlässe, zu denen Betriebe uns darauf ansprechen

Sie beginnen ein Dach, bei dem der Wetterschutz Ihre Sache ist

Sobald die Eindeckung offen ist, tragen Sie das Risiko für eindringendes Wasser. Ein Gewitter über Nacht kann Decken, Estrich und Einrichtung mehrerer Wohnungen beschädigen — und der Schaden am Gebäudeinneren ist regelmäßig ein Vielfaches Ihres Auftragswerts. Entscheidend ist, ob Ihre Police Nässeschäden während der Bauzeit abdeckt und welche Sicherungsobliegenheiten dafür gelten.

Ein Auftraggeber verlangt Nachweis samt Bauleistungsversicherung

Bei größeren Sanierungen wird neben der Haftpflicht oft eine Bauleistungsversicherung verlangt. Sie deckt Schäden am eigenen Gewerk während der Bauphase — also das, was die Haftpflicht ausdrücklich nicht deckt. Wer beides verwechselt, steht nach einem Sturmschaden am halb fertigen Dach ohne Deckung da.

Sie arbeiten mit Heißgeräten — Flämmen, Löten, Schweißen

Feuergefährliche Arbeiten sind der klassische Großschaden im Dachdeckerhandwerk. Versicherer knüpfen die Deckung hier an Obliegenheiten: Brandwache nach Arbeitsende, Löschmittel vor Ort, Freihalten brennbarer Stoffe. Werden diese Auflagen nicht eingehalten, kürzt der Versicherer auch bei bestehendem Vertrag. Das ist der häufigste Grund, warum ein gedeckter Schaden trotzdem nicht voll bezahlt wird.

Sie stellen einen Gesellen ein oder bilden aus

Arbeiten in der Höhe bedeuten für Beschäftigte ein überdurchschnittliches Unfallrisiko. Neben der gesetzlichen Unfallversicherung ist die betriebliche Unfallversicherung hier besonders wirksam, weil sie rund um die Uhr gilt — auch in der Freizeit, wo die Mehrzahl der Unfälle passiert.

360 Grad heisst: Betrieb und Inhaber in einer Betrachtung.

Wir sichern nichts ab, bevor wir es verstanden haben — und wir trennen dabei nicht kuenstlich zwischen Unternehmen und Unternehmer. Faellt der Inhaber aus, steht der Betrieb still; haftet die Geschaeftsfuehrung persoenlich, ist das Privatvermoegen betroffen. Wer beide Seiten einzeln betreuen laesst, bekommt Doppelungen an der einen und Luecken an der anderen Stelle. Deshalb nehmen wir Gewerbe, Mitarbeitervorsorge und private Absicherung in einem Aufwasch auf — und begruenden jede Empfehlung an Ihrem konkreten Risiko, nicht an einem Produktkatalog.

Wie wir arbeiten →  ·  Privat & Vorsorge für Unternehmer →

Häufige Fragen

Dachdecker — kurz erklärt

Sind Regenschäden an der offenen Baustelle gedeckt?

Nur mit ausdrücklicher Klausel. Viele Standardpolicen schließen Niederschlagsschäden aus oder verlangen bestimmte Sicherungsmaßnahmen über Nacht. Für Dachdecker ist genau das der wahrscheinlichste Großschaden — der Punkt gehört vor den Abschluss geprüft.

Was gilt bei Flämmarbeiten?

Sie fallen unter Feuerarbeiten. Üblich sind Erlaubnisschein, Brandwache und eine Nachkontrolle nach Arbeitsende. Werden diese Obliegenheiten nicht eingehalten, kann der Versicherer die Leistung kürzen — auch wenn der Brand nicht direkt darauf zurückgeht.

Ist das Gerüst mitversichert?

Eigenes Gerüst gehört in die Inhalts- oder Maschinendeckung, gemietetes über eine Klausel für fremdes Eigentum. Zusätzlich haften Sie für Schäden, die vom Gerüst ausgehen — das ist Teil der Verkehrssicherungspflicht auf der Baustelle.

Wie sichere ich Solarmontage auf dem Dach ab?

Als eigenes Tätigkeitsfeld melden. Die Montage von PV-Anlagen berührt zusätzlich Elektroarbeiten und Produkthaftung für die Befestigung. Wer sie ohne Meldung anbietet, hat für den ertragreichsten Auftragsteil keine Deckung.

Wer haftet, wenn es über die offene Baustelle regnet?

Grundsätzlich Sie, sobald der Wetterschutz in Ihrer Verantwortung liegt. Ob Ihre Police zahlt, hängt an zwei Dingen: ob Nässeschäden während der Bauzeit eingeschlossen sind und ob die Notabdeckung der Wetterlage angemessen war. Bei angekündigtem Unwetter reicht die übliche Abplanung regelmäßig nicht — der Versicherer prüft das.

Was ist der Unterschied zwischen Haftpflicht und Bauleistungsversicherung?

Die Haftpflicht deckt Schäden, die Sie anderen zufügen. Die Bauleistungsversicherung deckt Schäden am eigenen, noch nicht abgenommenen Gewerk — etwa wenn ein Sturm die halb fertige Eindeckung abträgt. Das sind zwei verschiedene Verträge für zwei verschiedene Schäden; wer nur einen hat, hat für den anderen Fall keine Deckung.

Sind Arbeiten an Photovoltaik und Dachbegrünung mitversichert?

Nur wenn sie im Tätigkeitsverzeichnis stehen. Beide Bereiche bringen eigene Risiken mit — bei PV die Verantwortung für den Anlagenertrag, bei Begrünung die dauerhafte Abdichtung und zusätzliche Statiklast. Wer das Angebot erweitert, sollte das melden, bevor der erste Auftrag ausgeführt wird.

Wie hoch sollte die Deckungssumme im Dachdeckerhandwerk sein?

Höher als in den meisten anderen Gewerken. Maßgeblich ist nicht Ihr Umsatz, sondern der größte denkbare Schaden: ein Dachstuhlbrand nach Heißarbeiten oder ein Wasserschaden über mehrere Geschosse eines bewohnten Gebäudes. Beides erreicht schnell siebenstellige Beträge, und bei Personenschäden mit lebenslanger Rente liegt es darüber. Die verbreiteten drei Millionen sind für Betriebe, die an bewohnten Mehrfamilienhäusern arbeiten, regelmäßig zu knapp bemessen.

Betreuen Sie auch Betriebe außerhalb von Köln?

Ja. Unser Sitz ist Köln (Fritz-Hecker-Straße 94, 50968 Köln), betreut werden Betriebe bundesweit. Im Rheinland beraten wir regelmäßig persönlich vor Ort, außerhalb per Video und Telefon. Am Ablauf ändert das nichts — nur die Anfahrt entfällt.

Kommen Sie für ein Erstgespräch in unseren Betrieb?

Im Raum Köln, Bonn, Düsseldorf und Leverkusen regelmäßig — viele Risiken sieht man erst vor Ort: Lager, Maschinen, Abläufe, Zufahrten. Außerhalb des Rheinlands starten wir per Video und kommen dann, wenn die Sache es erfordert. Sie erreichen uns unter 0221 169205 99.

Ihr größter Schaden kommt mit dem Regen.

Wir sehen uns an, was Sie heute abgesichert haben, wo Lücken sind und was davon wirklich dringend ist — kostenlos und unverbindlich.

  • Unabhängiger Marktvergleich
  • Kein Ausschließlichkeitsvertrieb
  • Versicherungsmakler nach §34d GewO

Im Erstgespräch geht es um Ihr Risiko, nicht um einen Abschluss. Sie bekommen eine Einordnung — ob daraus ein Vertrag wird, entscheiden Sie später.

Kontakt

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